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Module für den Forex Handel

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Strategien für das Forex Traden

Auf dem Gebiet der privaten Finanzanlage hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Vor dem Hintergrund einer deutlichen Erweiterung der Möglichkeiten durch das Internet und Aufkommen von Forex Brokern sind auch viele private Trader in Bereiche vorgestoßen, die lange zum Refugium professioneller Akteure und institutioneller Anleger gehörten. Hierzu gehört u.a. der Foreign Exchange Market – kurz Forex Handel. Das ist der Ort, an dem die internationalen Währungen getauscht bzw. gehandelt werden können. Innerhalb der Finanzwelt hat sich der Forex zum Segment mit den stärksten Umsätzen und der höchsten Liquidität entwickelt. Durchschnittlich werden hier jeden Tag zwischen vier und fünf Billionen US Dollar umgesetzt. Dabei gibt es keinen bestimmten Ort, an dem sich die Forex Börse befindet, sondern es handelt sich um einen virtuellen Markt, der an verschiedenen Standorten rund um die Welt elektronisch abgewickelt wird. Aus diesem Grund kann am Forex Markt prinzipiell auch rund um die Uhr gehandelt werden.

Doch der Zuganz zum Forex Handel für private Trader hat nicht nur positive Seiten. Einige Akteure, die auf das schnelle Geld gehofft haben, sind böse auf die Nase gefallen. Der wichtigste Fehler war dabei, dass ohne ein Konzept und ohne eine klare Strategie in den Handel eingestiegen wird. Während sich Trader also zunächst umfangreich mit wichtigen Begriffen und Wirkungszusammenhängen beschäftigen sollten, ist vor allem eine klare Strategie für den nachhaltigen Erfolg unabdingbar. Hinzu kommt ein vernünftiges Risikomanagement und natürlich Erfahrung. In diesem Artikel möchten wir uns mit einigen prinzipiellen Forex Strategien beschäftigen, die für private Forex Trader in Frage kommen.

Der Forex Markt ist besonders

Bevor wir auf die Forex Strategien zu sprechen kommen, möchten wir noch einmal auf einige Besonderheiten des Forex Handels eingehen. Prinzipiell ist der Handel mit Währungen nämlich nicht direkt mit dem Handel von anderen Produkten wie etwa Aktien zu vergleichen. Voraussetzung ist zunächst, dass sich der Trader bei einem Forex Broker anmeldet. Die Investition bei einem Forex Broker erfolgt dabei immer in eine Kombination aus zwei Währungen. Trader können z.B. in die wichtigste Kombination, das Tauschverhältnis von Euro versus US Dollar investieren. Und anders, als bei einer strategischen Investition in eine Aktie oder einen Index muss dabei auf zwei separate Werte geachtet werden. Hinzu kommt, dass beim Forex Handel mit zum Teil massiven Hebeln, auch Leverage genannt, gehandelt wird. D.h., dem Trader wird durch den Forex Broker zusätzliches Kapital zur Verfügung gestellt, für welches lediglich eine Sicherheit (die sogenannte Margin) hinterlegt werden muss. Je nach Währungspaar, mit dem konkret gehandelt wird, sind dabei Hebel von 1:400 üblich. Das heißt, es wird das 400-fache des jeweiligen Einsatzes an den Märkten bewegt. So ist es möglich, auch mit vergleichsweise geringen Geldeinsätzen und auf der Grundlage von geringen Kursveränderungen hohe Renditen zu erzielen. Diesen Chancen stehen natürlich auch massive Verlustrisiken gegenüber. Prinzipiell besteht bei dieser Form des Handels auch die Gefahr, dass die Verluste den eigentlichen finanziellen Einsatz übersteigen. Zu einer Strategie gehört also auch eine vernünftige Absicherung gegen Verluste.

Zwei Strategiemuster lassen sich unterscheiden

Trader, die sich erstmalig damit beschäftigen, welche speziellen Forex Strategien es gibt, werden schnell feststellen, dass es ein nur schwer zu überschauendes Spektrum an sehr spezifischen Varianten und Möglichkeiten gibt. Prinzipiell können aber fast alle Strategien entweder dem Bereich der fundamentalen oder der technischen Strategie zugeordnet werden. Auf beide Kategorien möchten wir zunächst kurz eingehen.

Fundamentale Strategie

Prinzipiell setzen fundamentale Strategien an den realen Fakten an, die mit einer bestimmten Währung in Verbindung stehen. Dies können die unterschiedlichsten Informationen sein. Relevant sind u.a.:

  • Entscheidungen über die Leitzinsen für eine bestimmte Währung
  • Informationen über die wirtschaftliche Entwicklung
  • Inflationsrate in einem Wirtschaftsraum
  • Entwicklung von Rohstoffpreisen
  • Die politische Stimmungslage

Die Aufzählung zeigt, dass es sich um eine ausgesprochen komplexe Liste von Einflussfaktoren handelt. Hinzu kommt wie bereits erwähnt, dass immer zwei Währungen betrachtet werden müssen. Angenommen, es wird über einen Wirtschaftsaufschwung in den USA berichtet, so hat dies normalerweise die Folge, dass der Dollar gegenüber anderen Währungen, wie etwa dem Euro, steigt. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, ob nicht in einer anderen Region, also etwa in Europa, nicht noch ein dynamischeres Wachstum zu erwarten ist oder andere Informationen bekannt geworden sind. Darüber hinaus fragen Analysten sofort, welche geldmarktpolitischen Folgen eine entsprechende Nachricht hat. Ein Thema, das kontinuierlich die Märkte bewegt, sind die Leitzinsen der Zentralbanken der großen Staaten, wie der Fed in den USA oder der EZB in Europa. Die Ankündigung oder auch die Erwartung der Märkte, dass Zinsen erhöht werden, hat normalerweise zur Folge, das Währungen in ihrem Wert gegenüber anderen Währungen steigen. Darüber hinaus spielen aber noch viele weitere Faktoren eine Rolle, woraus deutlich werden sollte, dass es für den privaten Trader nur sehr schwer möglich ist, aus der Nachrichtenlage Informationen für seine Strategie abzuleiten. Dies gilt zumindest dann, wenn auf kurzfristige Kursveränderungen gesetzt wird. Und es gilt umso mehr, weil auch Währungsmärkte auf kurzfristige Sicht häufig sehr irrational und damit wenig vorhersehbar reagieren. Zumindest für die kurzfristig ausgerichtete Investition eignen sich für den Forex Handel eher Strategien, die auf der technischen Analyse beruhen.

Technische Strategien

Bei technischen Strategien handelt es sich um Forex Strategien, die für die Prognose von Kursentwicklungen einzig und allein auf das Bild der Kurse bzw. der Charts setzen. Hieraus versuchen technische Analysten abzulesen, ob einen Trend stabil ist und sich weiter in die einmal eingeschlagene Richtung entwickelt oder ob mit einem bzw. einer Umkehrung des Trends zu rechnen ist. Entscheidungen, die etwa auf politischer Ebene getroffen werden oder wirtschaftliche Indikatoren, die in Bezug auf eine Währung veröffentlicht werden, zeichnen sich nach Meinung einiger technischer Analysten bereits vorher in der Trendentwicklung hab. Ein weiterer Vorteil der technischen Analyse besteht darin, dass völlig unterschiedliche Zeithorizonte zu Grunde gelegt werden können. Sowohl Daytrader, die mit Sicht auf Minuten bzw. Stunden handeln, nutzen die Chart Analyse, als auch Anleger mit einer längerfristigen Perspektive. Als wichtige Orientierung werden u.a. Durchschnittslinien und technische Widerstände genutzt. Dabei sollten sich die Trader aber auch im Klaren darüber sein, dass auch die beste Trendanalyse nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit wiedergibt, wie sich der Kurs weiterentwickelt. Unvorhergesehene Ereignisse können jeden Trend brechen und unvorbereiteten Tradern massive Verluste einbringen. So hatte kaum ein Trader die Entscheidung der Schweizer Nationalbank auf dem Schirm, die aktive Politik zur Schwächung des Frankenkurses zu beenden, was zu einer massiven Aufwertung des Kurses geführt hatte. Die Folge waren zum Teil existenzbedrohliche Verluste für private wie auch institutionelle Anleger.

Weitere Möglichkeiten für Forex Strategien

Während also fundamentale Forex Strategien vor allem für langfristige Anlageentscheidungen geeignet sind und kurzfristig orientierte Trader auf technische Strategien für den Forex zurückgreifen, gibt es noch einige weitere Möglichkeiten, strategisch an den Märkten aktiv zu werden. Hierzu kann unter anderem die Strategie des „Scalpings“ gezählt werden. Hier handelt es sich um eine ganz klar kurzfristig orientierte Strategie, bei der kleinste Kursveränderungen eines Währungspaares ausgenutzt werden. Voraussetzung ist daher, dass eine möglichst liquide, also stark gehandelte Kombination zweier Basiswerte gewählt wird. Grundlage für diese Forex Strategie ist die Beobachtung, dass ein Kurs stets in einer bestimmten Bandbreite um einen bestimmten Wert pendelt. Werden mit den entsprechenden Hebeln Positionen wiederholt angekauft und nach kurzer Zeit mit Gewinn wieder verkauft, kann so in Summe auch ein beachtlicher Gewinn zu Stande kommen. Doch auch hier kann ein plötzlicher und unerwarteter Ausbruch des Kurses zu bösen Folgen führen. Zu jeder Strategie gehört also auch ein entsprechendes Risikomanagement, in dessen Rahmen durch den Einsatz von Orderinstrumenten größere Verluste durch unerwartete Kursentwicklungen nahezu ausgeschlossen werden können.

Scalping gehört allerdings schon zum Bereich professioneller Forex Strategien, an die sich Einsteiger ohne Übung nicht heranwagen sollten. Ganz allgemein können Einsteiger zunächst überlegen, ob sie statt einer manuellen Strategie auch auf eine automatische Strategie setzen. Beim automatischen Handel werden Käufe und Verkäufe entsprechend der Vorgaben des Traders automatisch abgewickelt. Auch hier kann auf unterschiedliche Strategien zurückgegriffen werden. Eine besondere Form ist dabei das Social Trading. Hier kann automatisch den Handelsentscheidungen erfahrener Trader gefolgt werden. Doch auch dabei sollten sich die Trader zunächst damit beschäftigen, welche jeweilige Strategie durch den Toptrader angewendet wird.

(Wie) kann man Strategien lernen?

Um im Handel mit Währungen langfristig Erfolg zu haben, ist eine eigene Strategie eine elementare Voraussetzung. Viele Forex Broker haben In dieser Hinsicht ein umfangreiches Angebot. Neben der Vorstellung von bestimmten Strategiekonzepten bieten sie auch verschiedene Formate an, mit deren Hilfe die praktische Umsetzung erlernt werden kann. Neben Videokursen, die den Einsatz bestimmter Strategien im Markt zeigen, bieten sich hierzu auch Webinare an. Dabei handelt es sich um live durchgeführte Veranstaltungen, bei denen Handelsexperten ihre Strategien im Markt einsetzen. Dabei haben die Teilnehmer auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Es ist aber grundsätzlich ein Unterschied, die Strategie zu kennen und diese dann im Handel tatsächlich und erfolgreich einzusetzen. Es ist daher absolut zu empfehlen, vor dem Einsatz von echtem Geld ausgiebig zu üben. Ein weiteres wichtiges Element für das Erlernen einer Strategie ist daher ein Demokonto, mit dem zunächst ohne finanzielles Risiko gehandelt werden kann.

Fazit – Schritt für Schritt zu eigenen Strategie

Der Forex Handel bietet mittlerweile auch privaten Anlegern viele Möglichkeiten. Durch den Einsatz von Hebeln winken innerhalb sehr kurzer Zeit zum Teil beachtliche Renditen. Um den Handel mit Währungen jedoch nicht als reines Glücksspiel zu betreiben, sollten private Trader stets eine eigene Strategie verfolgen. Prinzipiell stehen fundamentale und technische Forex Strategien zur Verfügung, wobei insbesondere der kurzfristig orientierte Handel vor allem auf der technischen Analyse beruht. Dabei haben aber natürlich auch fundamentale Strategien ihre Berechtigung, da sich Ereignisse oder politische Entscheidungen ebenso auf die Märkte auswirken. Wichtige Inhalte für die Beschäftigung mit Forex Strategien bieten viele Online Broker. Das theoretische Wissen sollte aber in jedem Fall mit ausreichend technischem Wissen und vor allem mit Erfahrung kombiniert werden. Hierzu eignet sich für den ersten Schritt ein Demokonto.

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