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Strategien für den CFD Handel

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CFD Strategien erlernen

Der Handel mit CFDs hat zuletzt deutlich an Beliebtheit gewonnen. Viele Trader fragen sich, ob und wie sie in dieses Segment einsteigen können. Prinzipiell ist der Handel mit CFDs durchaus an einige Voraussetzungen geknüpft. Wichtig ist zunächst, dass ein Verständnis für die Zusammenhänge von gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen, wirtschaftlichen Kennzahlen und den Kursen an der Börse vorhanden ist. Und natürlich gilt es als elementare Voraussetzung, dass auch die technischen Grundfertigkeiten also die Technik für den Handel beherrscht werden. Doch um langfristig im Handel mit CFDs Erfolg zu haben, bedarf es auch einer Strategie. Warum eine Strategie so wichtig ist und wie Trader die richtige Strategie für sich finden, möchten wir in diesem Beitrag erklären.

Warum sollten Trader einer eigenen klaren CFD Strategie folgen?

Das Grundprinzip, auf dem der Erfolg im Handel mit CFDs aber auch anderen Börsenprodukten beruht, ist sehr einfach. Produkte werden zu einem bestimmten Preis gekauft, um sie im Anschluss zu einem möglichst höheren Preis wieder verkaufen zu können. Die Kunst besteht allerdings darin, richtig vorauszusagen, wie sich der Kurs eines bestimmten Basiswertes tatsächlich entwickeln wird. Um möglichst verlässliche Prognosen für die Kursentwicklung stellen zu können, gibt es unterschiedlichste Strategien. Bevor Trader in das CFD Trading starten, sollten sie unbedingt nach einer erprobten Strategie vorgehen. Dabei sollten sich die Trader aber immer wieder selber klarmachen, dass es keine Strategie gibt, die völlig unfehlbar ist. Eine Strategie stellt immer nur einen möglichen Weg dar, wie sich ein Akteur im CFD Trading unter bestimmten Bedingungen verhält. Eine Strategie legt etwa fest, auf Grundlage welcher Informationen gehandelt werden soll und auch wie darauf reagiert wird.

Von der gewählten Strategie hängt es darüber hinaus ab, mit welcher zeitlichen Perspektive am Markt gehandelt wird. Es gibt Strategien, die sehr kurzfristig ausgelegt sind. Dem gegenüber stehen Strategien mit einer sehr langfristigen Perspektive. Wichtig ist allerdings, dass überhaupt eine Strategie beim CFD Handel zu Grunde gelegt wird. Denn ohne ein klares Konzept wird der Handel mit CFDs zum reinen Glückspiel, welches dem Trader höchstwahrscheinlich nur Verluste einbringt.

Wie findet der Trader die Strategie, die zu ihm passt?

Um eine passende Strategie auszuwählen, sollte der Trader sich zunächst die Frage stellen, welche Anforderungen er selber für den Handel mitbringt. Zunächst ist entscheidend, welche Risiken er einzugehen bereit ist und welche Verluste maximal toleriert werden können. Darüber hinaus hängt die Wahl der passenden CFD Strategie auch davon ab, mit welcher Intensität überhaupt am Handel teilgenommen werden soll und kann. Prinzipiell ist das CFD Trading für den kurzfristigen Handel ausgelegt. Dabei werden innerhalb eines Tages mehrfach Positionen eröffnet und wieder geschlossen. Darüber hinaus eignet sich das CFD Trading aber durchaus auch für eine längerfristig ausgerichtete Strategie, bei der mit Perspektive von Wochen oder auch Monaten gehandelt wird. Denn CFD Kontrakte laufen grundsätzlich ohne eine zeitliche Begrenzung. Unabhängig davon, ob eine langfristige oder eine kurzfristige Perspektive für den Handel zu Grunde gelegt wird, sollen zunächst einige wichtige Strategien vorgestellt werden.

Diese Strategien eignen sich für das CFD Trading

Händler, die in das CFD Trading einsteigen möchten, steht prinzipiell eine riesige Auswahl von unterschiedlichen Strategien zur Verfügung. In diesem Abschnitt möchten wir einige wichtige Strategien kurz vorstellen.

Swing Trading und Scalping

Eine Strategie, die gerade bei CFD Tradern sehr beliebt ist, ist das sogenannte Swing Trading. Hintergrund für diese Strategie ist die Beobachtung, dass sich Kurse in aller Regel nicht linear entwickeln. Abgesehen von einem langfristigen Trend, dem die Entwicklung des jeweiligen Basiswertes folgt, finden sowohl aufwärts als auch abwärts viele kleinere Teilbewegungen statt. Diese Kursbewegungen verlaufen häufig in einem relativ begrenzten Rahmen, der auch als Trendkanal bezeichnet wird. Genau diese Entwicklung machen sich CFD Trader zu Nutze, die die Strategie des Swing Tradings anwenden. Es wird also an den prognostizierten Extrempunkten der Pendelbewegung gekauft und danach wieder verkauft. Der Handel mit CFD Produkten ist besonders gut für diese Strategie geeignet, da mit diesem Instrument auch direkt auf fallende Kurse gesetzt werden kann. Es kann also jeweils von den Aufwärts- und den Abwärtsbewegungen eines bestimmten Basiswertes profitiert werden. Diese Strategie wird von kurzfristig orientierten Tradern bevorzugt. Prinzipiell ist Swing Trading aber auch mit einer längerfristigen Perspektive möglich, da eine entsprechende Pendelbewegung auch auf längere Perspektiven zu beobachten ist. Eine extreme Form des Swing Tradings ist das sogenannte Scalping. Dabei werden innerhalb kürzester Zeit die Pendelbewegungen eines Basiswertes mit vielen kleinen Transaktionen ausgenutzt. Einige CFD Broker bieten hierfür spezielle Instrumente, während andere diese Strategie gar nicht zulassen. Voraussetzung ist dabei ein hoch liquider Handel, bei dem in kurzer Zeit sehr viele Kurse produziert werden. Außerdem sind bei dieser Strategie die Konditionen besonders wichtig, damit auch bei kleinen Trades eine Rendite übrig bleibt.

Trendfolgestrategie

Bei Strategien der Trendfolge geht es darum, von den grundsätzlichen Trends eines Basiswertes zu profitieren. Analysten halten einen bestehenden Trend häufig für das stärkste Argument, um in einen bestimmten Wert zu investieren. Dabei gibt es neben Aufwärtstrends und Abwärtstrends auch Kurse, die sich eher seitwärts bewegen. Stabile Trends lassen sich mit Hilfe der Charttechnik sehr einfach erkennen. Trends von Kursbewegungen können dabei mit unterschiedlicher zeitlicher Perspektive identifiziert werden. Auch innerhalb eines Handelstages bilden sich immer wieder kleinere Trends aus, die durch die Trader genutzt werden können. Prinzipiell eignen sich Trendfolgestrategien aber eher für den Handel mit längerfristiger Perspektive. Gerade im Handel mit Indizes ist natürlich auch das wirtschaftliche Umfeld entscheidend, in dem sich der Handel gerade vollzieht. Wichtige Entscheidungen durch Wahlen oder andere politische Ereignisse können dabei auch das Ende von langen und stabilen Trends markieren.

Ausbruchstrategien

Auch sogenannte Ausbruchstrategien eignen sich sehr gut als Grundlage für Handelsentscheidungen im CFD Trading. Es ist häufig zu beobachten, dass sich Kurse über einen längeren Zeitraum an einem bestimmten Kursniveau abarbeiten. Prallt ein Kurs also immer wieder an einer markanten Linie ab, so erkennen Chartanalysten hier einen signifikanten Widerstand. Wird ein Widerstand nachhaltig durchbrochen, können die Trader nun darauf setzen, dass eine weitere Kurssteigerung zu erwarten ist. Das gleiche Prinzip ist auch in umgekehrter Richtung möglich. Scheitert ein Wert immer wieder an einem bestimmten Widerstand, muss befürchtet werden, dass stärkere Rückschläge im Kurs zu erwarten sind. Die Kunst der technischen Analyse besteht dabei darin, richtig zu erkennen, mit welcher Entwicklung zu rechnen ist. Ausbruchstrategien sind sowohl für kurzfristig als auch für langfristig orientierte CFD Trader relevant. So kann ein Ausbruch über einen starken Widerstand eine langfristige Aufwärtsbewegung des Kurses zur Folge haben.

Fundamentale Strategien

Während die bisher vorgestellten Strategien vor allem auf der technischen Analyse von Kursverläufen beruhten, gibt es auch durchaus CFD Trader, die stärker auf fundamentale Daten setzen. Dies bedeutet, dass auf die fundamentale Entwicklung spekuliert wird. Langfristig gesehen spielen fundamentale Daten die entscheidende Rolle für die Kursentwicklung. Für die Entwicklung eines Index spielt es also langfristig gesehen eine zentrale Rolle, wie sich das wirtschaftliche Umfeld in der entsprechenden Volkswirtschaft entwickelt. Fundamentalen Einfluss auf das CFD Handeln können unter anderem folgende Ereignisse haben:

  • Veränderungen von Leitzinsen
  • Veröffentlichung von Unternehmensergebnissen
  • die Entwicklung von Rohstoffpreisen
  • Umsetzung von staatlichen Investitionsprogrammen

Derartige fundamentale Daten haben sowohl einen kurzfristigen als auch einen langfristigen Einfluss. So wird etwa die monatliche Veröffentlichung der Stimmungsdaten in der Wirtschaft mit Spannung erwartet. Weichen diese Ergebnisse von den Erwartungen ab, kann dies zu starken Kursveränderungen führen. Entscheidend ist aber auch die langfristige Perspektive. Deuten die Indikatoren auf einen Aufschwung hin, kann sich ein fundamental orientierter CFD Trader entsprechend positionieren.

Wie lassen sich diese Strategien erlernen?

So einfach, wie die Darstellung von Strategien hier möglicherweise erscheint, so schwierig ist leider die Umsetzung in der Praxis. Wichtige Voraussetzung ist auch hier ein hohes Maß an Erfahrung. Zudem eignen sich verschiedene Strategien für den Handel mit bestimmten Basiswerten. Darüber hinaus sollten sich die Trader aber immer wieder klarmachen, dass mit einer Strategie zwar eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Kursentwicklung ermittelt werden kann. Allerdings kann ebenso wenig ausgeschlossen werden, dass genau das Gegenteil der eigentlichen Erwartung eintritt. Entsprechend gehört auch eine gute Absicherung zu jeder Strategie. Hierfür stehen unterschiedliche Instrumente, insbesondere spezielle Orderarten zur Verfügung. Mit Orderarten wie etwa dem Stopp Loss können größere Verluste vermieden werden, wenn der Kurs unter oder auch über ein bestimmtes Niveau fällt. Ebenso ist es möglich, mit der Ordervariante „Take Profit“ Gewinne zu sichern. Gerade für langfristig orientierte CFD Trader, die nicht ununterbrochen die Kurse im Blick behalten können, ist der Einsatz von diesen Instrumenten enorm wichtig.

Um entsprechende Strategien zu erlernen, stehen den CFD Tradern zahlreiche Angebote zur Verfügung. Das Spektrum beinhaltet professionelle Coaching-Angebote, für die teilweise viel Geld auf den Tisch gelegt werden muss. Doch auch einfache CFD Broker bieten ihren Kunden kostenlose Einführungskurse an. Um Strategien zu erlernen, kann zudem ein Demokonto genutzt werden. Im Handel mit virtuellem Kapital führen mögliche Fehler bei dem Einsatz einer Strategie nicht zum Verlust des Handelskapitals.

Fazit – CFD Strategien als Grundlage für den erfolgreichen Handel

Um am Markt erfolgreich zu bestehen, braucht jeder Trader einen Plan. Verfügbar sind verschiedene Strategien, die sich sowohl für den kurzfristig orientierten aber auch den langfristig orientierten Handel eignen. Auch mit Blick auf das jeweilige Risiko unterscheiden sich die verfügbaren Strategien zum Teil erheblich. Wichtig ist daher auch, dass die gewählte CFD Strategie zur Persönlichkeit des Traders passt. Um eine Strategie umzusetzen, ist zudem ein entsprechendes Instrumentarium notwendig. Für die technische Analyse können unterschiedliche Charttools genutzt werden. Für fundamental orientierte Strategien haben vor allem Wirtschaftskalender eine besondere Bedeutung, denen die Trader entnehmen können, wann wichtige Informationen veröffentlicht werden. Um Strategien aber erfolgreich anzuwenden, ist viel Erfahrung notwendig. Um diese zu erwerben, kann sich ein Demokonto als sehr hilfreich erweisen.

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